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Ukrainer, ukrainisch, Ukraine-Krieg


Der Post wurde fortlaufend aktualisiert - zuletzt im  Dezember 2024

1. Vorwort – Einführung

Die Ukraine ist seit den Protesten auf dem Maidan in Kiew beginnend im November 2013 ein nicht endendes Thema in den Medien. Aus den Protesten  gegen die russlandfreundliche Politik des Präsidenten Janukowitsch entwickelte sich ein Grundsatzkonflikt zwischen einer westlichen und östlichen Ukraine, einer Ukraine im Westen,  die für  eine engere Bindung an die Europäische Union kämpft und  einer gegenläufigen – von Russland unterstützten - Entwicklung im Osten der Ukraine. Die Aufteilung in West- und Ost-Ukraine ist hier nicht nur geografisch zu verstehen, sondern vor allem im Hinblick auf unterschiedliche Kulturen, Mentalitäten und geschichtliche Erfahrungen. Denn dieser Konflikt hat eine lange Geschichte. Nur wer  sich mit den historisch gewachsenen Hintergründen näher beschäftigt, versteht auch warum eine Einigung so schwierig ist. Es ist das Anliegen dieses  Beitrags die vielfältigen historischen und kulturellen Hintergründe aufzuzeigen.

Südtirol, Deutsche Südtiroler



Achtung: Der Beitrag wurde immer wieder ergänzt, zuletzt im Mai 2024

1. Einleitung - Name, Lage und Zahlen

Südtirol in seinen heutigen Grenzen ist ein Produkt des 1. Weltkriegs.(→ nachfolgend unter Geschichte). Bis 1918 wurden alle Tiroler Gebiete südlich des Brenners  also auch das Trentino  als Südtirol bezeichnet. Das italienischsprachige Trentino nannte man im Gegensatz zum deutschsprachigen Südtirol (vom Brenner bis zur Salurner Klause) Welschtirol. Im Friedensvertrag von St. Germain musste Österreich alle Gebiete südlich des Alpenhauptkamms / des Brennerpasses und das Pustertal bis Winnebach an Italien abtreten (→ 3a. Geschichte). 

Multiethnische Vojvodina + Volksgruppen / Minderheiten in Serbien

 

Die multi-ethnische Vojvodina –

Volksgruppen + Minderheiten in Serbien

Die Vojvodina ist in Europa wohl die Region mit der größten Vielfalt an Ethnien auf einem Gebiet etwa der Größe des deutschen Bundeslandes Hessen. Deshalb hat auch der Gesamtstaat Serbien (nach der Russischen Föderation – aber auf viel kleinerem Territorium) die wohl größte Anzahl anerkannter autochthoner Minderheiten. Deshalb gebe ich in diesem Post zunächst einen Einblick in die Geschichte und die ethnische Vielfalt der Vojvodina. Im zweiten Teil werde ich dann über wissenswerte Einzelheiten zu den wichtigsten Minderheiten in Serbien berichten.

3.09 Die rätoromanischen Völker

Überarbeitungung Oktober 2022


1. Einleitung

Wer sich mit der(den) Volksgruppe(n) der Rätoromanen beschäftigt, hat zunächst Schwierigkeiten, die richtige Bezeichung zu wählen. Wie im folgenden Kapitel unter Geschichte und Sprache beschrieben, haben von den ursprünglich im gesamten Alpen-Südraum siedelnden Rätoromanen heute nur noch drei nicht miteinander verbundene Volksgruppen überlebt, die zudem in mehrere Dialektgruppen zerfallen. Daraus resultieren auch Probleme mit der Benennung und der Gliederung


Bosnien-Herzegowina, Bosniaken

 

Bosnien-Herzegowina, Bosniaken

Einleitung

Der heutige Staat Bosnien-Herzegowina ist das Ergebnis der Geschichte und insbesondere des Friedensabkommens von Dayton 1995, das einen verheerenden Bruderkrieg beendete. Auf dem Territorium von Bosnien-Herzegowina leben muslimische Bosniaken,  orthodoxen Serben und römisch-katholische Kroaten. Alle drei Volksgruppen sind slawischer Abstammung und sprechen im Prinzip die gleiche südslawische Sprache, die im vormaligen Jugoslawien als „serbokroatisch“ bezeichnet wurde. Alle Bewohner des bosnischen Gesamtstaates bezeichnet man als Bosnier, während die muslimischen Bosnier sich als Bosniaken verstehen (siehe 4.Volksgruppen und Identitäten“). 

2.260 Serbien – serbisches Volk - Jugoslawien


Völlige Neufassung November 2020

1. Einleitung und Vorbemerkungen zu Südslawen und Jugoslawien

Die südslawischen Völker (Serben, Kroaten, Slowenen, Montenegriner, Mazedonier und Bosniaken) waren zwischen 1918 und 1991 – mit Unterbrechung im 2. Weltkrieg -  in einem südslawischen Staat vereinigt. Dieser Staat hieß zunächst bis 1929 „Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen“ und seit 1929  Jugoslawien (= Südslawien). Da Serbien in diesem südslawischen Staat – sowohl nach dem 1. wie auch nach dem 2. Weltkrieg - eine dominierende Rolle spielte, habe ich in diesem Post die Geschichte und heutige Situation des serbischen Volkes, der Staaten Serbien und Montenegro sowie die Geschichte Jugoslawiens gemeinsam behandelt. Über die übrigen Nachfolge-Staaten Jugoslawiens, ihre Völker und Volksgruppen,  sowie die ehemalige serbische Provinz Kosovo und die zu Serbien gehörende autonome Provinz Vojvodina, habe ich eigene Posts verfasst, auf die ich mit entsprechenden Links verweise.

2.020 Albaner, albanisches Volk, Albanien




2.020 Albaner, albanisches Volk, Albanien

Neue überarbeitete Version Stand August 2020

 

1. Vorwort – Einleitung

Die Albaner sind ein alteingesessenes Volk auf dem Balkan. Sie stammen von den alten Illyrern ab, die den Westteil der Balkanhalbinsel bewohnten. Unter der ca. 500jährigen Herrschaft der Osmanen auf dem Balkan wurde ein großer Teil des albanischen Volkes islamisiert, wodurch über Jahrhunderte ein gutes Verhältnis zur türkischen Obrigkeit erzeugt wurde. Die Religion war für die Albaner aber nicht Basis einer nationalen Identität.

2.10 Griechen, Griechenland, Zypern, Minderheiten




1. Einleitung

Seit der Finanzkrise und in jüngster Zeit seit den Flüchtlingsbewegungen, - von Syrien über die Türkei zu den griechischen Inseln - kommt Griechenland nicht mehr aus den Schlagzeilen der Medien. Oft sind es negative Meldungen über ein anscheinend chaotisches Land, die im übrigen Europa häufig Unverständnis und Ablehnung hervorrufen. Dabei ist Griechenland zweifellos eine wesentliche Säule der heutigen europäischen Kultur und Demokratie. Daher ist es lohnenswert, sich etwas mehr mit dem griechischen Volk und seiner Geschichte zu befassen. In der neueren griechischen Geschichte liegen sicher manche Ursachen für die heutige unbefriedigende Situation der Griechen.

2.181 Nord-Mazedonien

Aktualisiert im Juni 2020

 

 1. Vorwort – Einleitung

Der 25. 1. 2019 wird für den 1991 aus dem zerfallenden Jugoslawien hervorgegangen Staat "Republik Mazedonien" ein einschneidendes historisches  Ereignis bleiben. Denn mit diesem Tag wurde der seit über einem Vierteljahrhundert andauernde Namensstreít mit dem südlichen Nachbarn Griechenland endgültig beigelegt. Am 17. 6. 2018 hatten sich der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras und der mazedonische Ministerpräsident Zoran Zaev darauf verständigt, dass die ehemalige jugoslawische Teilrepublik Mazedonien künftig "Nord-Mazedonien" heißen soll. Nachdem das mazedonische Parlament bereits am 11. 1. 2019 der Einigung zugestimmt hatte, stimmte nun am 25. 1. 2019 auch das griechische Parlament der gefundenen Einigung zu

2,180 Mazedonien, historische Region - slawisch u. griechisch Mazedonien




1. Vorwort – Einführung

Im August 2013 fand in Gelsenkirchen ein Qualifikationsspiel zur europäischen Fußball-Champions-League zwischen dem FC Schalke 04 und und dem griechischen Club Paok Saloniki statt, das anschließend für Schlagzeilen in allen Medien, und das nicht nur im Sportteil, sorgte. Was war der Grund?

2.23 Rumänen, Romanische Volksgruppen auf dem Balkan

Mit Ergänzungen im November 2019


Gliederung
                               1. Vorwort – Einführung
          2.  Ethnogenese und Sprache der Rumänen
               3.   Rumänische Staaten und romanische Volksgruppen auf dem Balkan
          3.1  Der Staat Rumänien
3.11 Lage und Zahlen
3.12 Geschichtlicher Überblick
          3.2  Der Staat Moldawien  / Republik Moldova / Bessarabien 
           3.21 Lage und Zahlen
3.22 Geschichtlicher Überblick
3.23 Transnistrien – der Transnistrienkonflikt
          3.3  Romanische Volksgruppen auf dem Balkan ohne Staat
                 3.31 Aromunen / Vlachen
                 3.311 Aromunen in Griechenland
                 3.312 Aromunen in Albanien
                 3.313 Aromunen in Mazedonien
                 3.314 Aromunen in Rumänien
                 3.32 Kleinere romanische Volksgruppen
               3.321 Meglenorumänen bzw. Megleno-Vlachen
                 3.322  Istrorumänen
                 3.323 übrige rumänische und aromunische Volksgruppen
         4. Ethnische Minderheiten in Rumänien und Moldawien
           4.1 Ethnische Minderheiten in Rumänien – Überblick
           4.2 Deutsche Volksgruppe(n) in Rumänien
           4.3 Ungarische Volksgruppe     
           4.4 Roma in Rumänien
           4.5 Ethnische Minderheiten in Moldawien
           4.51 Gagausen in Moldawien    
         5. Ausblick - Perspektiven

3.05 Friesen

Friesen sind ein eigenständiges Volk mit einer eigenständigen Sprache, die als Nordsee-Germanisch bezeichnet wird. Sie steht der englischen Sprache näher als der deutschen und niederländischen. Im Mittelalter gab es noch ein größeres zusammenhängendes friesisches Sprachgebiet, das heute auf Grund der historischen Entwicklung nur noch in Fragmenten besteht. Die größte Gruppe lebt in der niederländischen Provinz Friesland, in Deutschland leben Friesen im Norden von Schleswig-Holstein und eine kleine Restgruppe im Saterland in Niedersachsen.

3.053 Nordfriesen


3.052 Ostfriesland und die Saterland-Friesen


3.051 Westfriesen in den Niederlanden


neue überarbeitete Fassung Oktober 2018

Die größte Volksgruppe des friesischen Volkes lebt in der niederländischen Provinz Friesland (friesisch: Fryslân). Wie alle Völker ohne eigenen Staat ist sie besonderen Herausforderungen ausgesetzt, um die eigene Sprache und Kultur zu bewahren.

2.0117 Deutsche Volksgruppe(n) in Rumänien




1. Vorwort – Einleitung


Im November 2014 wurde der deutschstämmige Klaus Johannis zum Präsidenten Rumäniens gewählt. Der aus Siebenbürgen stammende frühere Bürgermeister von Hermannstadt (Sibiu) gilt als Hoffnungsträger, der seine Heimatstadt als Bürgermeister gründlich sanierte und damit dafür sorgte, dass Hermannstadt 2007 europäische Kulturhauptstadt wurde.[1]
Durch dieses außergewöhnliche Wahlergebnis wurde der Blick auch wieder auf die deutsche Minderheit in Rumänien gelenkt, die über Jahrhunderte maßgeblich die Geschichte von heute zu Rumänien gehörenden Gebieten mitgestaltet hat und zur gesamtdeutschen Kultur wesentliche Beiträge leistete.

Bereits seit dem 12. Jahrhundert leben auf dem Gebiet des heutigen rumänischen Staates deutsche Bürger, die von den ungarischen Königen und später den Habsburger Herrschern ins Land gerufen wurden.

Durch den 2. Weltkrieg und seine Folgen sowie aufgrund der Politik der kommunistischen Nachkriegsregierungen hat sich die Zahl der Deutschen in Rumänien - insbesondere nach der politischen Wende im Ostblock in den 1990er-Jahren - dramatisch reduziert.

3.13 Sorben / Wenden

Aktualisierung / Ergänzung September 2018


Die slawische Minderheit der Sorben / Wenden  lebt in den deutschen Bundesländern Sachsen und Brandenburg in der Ober- und Niederlausitz

Die Schweiz – ein multinationaler Sonderfall



2.0103   Deutsch-Schweizer
2.093     Suisse Romande / Welschschweizer
2.122     Svizzera italiana / Italiener in der Schweiz


1. Einführung

Die Schweiz ist nach Kloss[1] ein klassischer Teil-Nationalitäten-Staat, in dem sich Teile größerer Sprachgemeinschaften (deren Kerngruppen in einem anderen Ganznationalstaat leben) auf der Grundlage voller nationaler Gleichberechtigung zusammengeschlossen haben. Im Falle der Schweiz sind dies die Deutsch-Schweizer, die Welsch-Schweizer (Suisses Romands), die italienischsprachigen Schweizer im Tessin und einigen Gemeinden in Graubünden sowie die inzwischen relativ kleine Volksgruppe der Rätoromanen in Graubünden.

Der Zusammenhalt der verschiedenen Volksgruppen wird durch den Grundsatz einer sehr komplexen Aufspaltung in kleine Territorien (Kantone) – mit Sonderregelungen für mehrsprachige Kantone -  und besonders durch die gemeinsame – im ganzen positive - geschichtliche Vergangenheit gewährleistet. Besonders die gemeinsame Geschichte hält die Schweizer zusammen und sie können stolz darauf sein, trotz der erheblichen Unterschiede ihrer Volksgruppen eine funktionierende und friedliche staatliche Einheit zu sein. 

2.33 Ungarn, Magyaren

Im Mai 2016 überarbeitete und um die Punkte 5a) und 5b) ergänzte Fassung


1. Vorwort – Einführung

Nach dem Wahlsieg der national-konservativen Fidesz-Partei mit dem Ministerpräsidenten Viktor Orban im Jahre 2010, der 2014 im gleichen Umfang wiederholt werden konnte, verfolgt die ungarische Regierung einen ausgeprägt nationalistischen und teilweise undemokratischen Kurs. Angetrieben wird sie dabei zusätzlich von der extrem-nationalistischen Jobbik-Partei, die über 20 % der Stimmen erreichte. Davon betroffen ist vor allem die Roma-Minderheit in Ungarn. Probleme gibt es aber auch mit den Nachbarstaaten wegen der dort lebenden ungarischen Minderheiten.